Dr. med. Bernhard Spahn hno Friedrichshafen Dr. med. Bernhard Spahn
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Tab. 3.2 Motorische, sprachliche und soziale Entwicklung

 

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Im folgendem ist die Tabelle der motorischen, sprachlichen und sozialen Entwicklung nach Felten 1993, entnommen dem Lehrbuch Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen von Gerhard Böhme, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, 3. Auflage 1997, S 23/24, dargestellt.

 

Ich danke Herrn Prof. Böhme, München, für die freundliche Erlaubnis zum Abdruck.

 

Neugeborenes

BL (Bauchlage): Arme und Beine gebeugt
RL (Rückenlage): Gebeugte Haltung; dreht Kopf von einer Seite zur anderen, keine Kopfkontrolle - Sehen: Kann Licht oder Gesicht fixieren; "Puppenaugenbewegung" wenn Körper gedreht wird.

Soziales: Bevorzugt menschliches Gesicht 6 Wochen

BL: Im Wachzustand Hüften häufig gestreckt, im Schlaf häufig noch gebeugt. Kopf kann kurz angehoben werden.
RL: Kopf zur Seite, Extremitäten auf dieser Seite mehr gestreckt (asymmetrischer tonischer Nackenreflex)
Sehen: Fixiert Ojekte, folgt bewegtem Objekt von Seite bis Mittellinie
(90 Grad)
Soziales: Reaktives Lächeln; Interesse

 

2 Monate:

BL: Hüften häufig gestreckt. Kopf kann bis zu 45 Grad von Unterlage angehoben werden.
RL: Kopfkontrolle beim Hochziehen zum Sitzen für mehrere Augenblicke; in sitzender Haltung ist Kopf meist zur Seite geneigt.

Sehen: Konvergiert beim Fixieren, folgt bewegtem Objekt von Seite über Mittellinie hinaus.

 

3 Monate

BL: Hüften flach auf Unterlage. Kopf und Schultern können 45-90 Grad von Unterlage gehoben und für längere Zeit gehalten werden, Säugling stützt sich auf Unterarme.
RL: Beim Hochziehen zum Sitzen hängt Kopf nur noch geringfügig nach hinten, beim Halten im Sitzen kippt er noch gelgentlich nach vorn.

Sehen: Beobachtet eigene Hände, folgt bewegtem Objekt von einer Seite zur anderen (180 Grad), schaut sofort auf Gegenstand in der Mittellinie.

Soziales: Aufgeregt, wenn etwas Angenehmes in Aussicht ist (z.B. Flasche)

 

4 Monate

BL: Schwimmbewegungen, Extremitäten gestreckt. Kopf kann 90 Grad von Unterlage gehoben werden.
RL: Kopf in Mittellinie; beim Hochziehen zum Sitzen nur noch zu Beginn leichtes Zurückbleiben des Kopfes, im Sitzen kann er auf Dauer gehalten werden.

Feinmotorik: Gegenst. werden z. Mund geführt.Beim Vers. Gegenst. zu ergreifen wird zu weit gegriffen.

Sehen: Kann quer durch Zimmer sehen, erkennt bewegten Gegenstand sofort.
Soziales: Lacht, freundlich gegnüber Fremden; sitzt gern (mit Unterstützung)

 

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5 Monate

BL: Abstützen auf Unterarmen; Umdrehen in RL kann beginnen
RL: Füße werden in Mund genommen. Beim Hochziehen zum Sitzen und im Sitzen gute Kopfkontrolle

Sitzen: Mit Unterstützung, Rücken gerade.

Stehen: Mit Unterstützung, trägt größten Teil seines Gewichts

Gegenstände können ergriffen werden,Klötzchen werden mit beiden Händen ergriffen, spielt m. Zehen - Sprache: Silben aus den Konsonanten m, b, p, due auf Vokale enden, z.B. maa, paa

 

6 Monate

BL: Abstützen auf Hände, Brust und Oberbauch werden von Unterlage gehoben. Dreht sich in RL
RL: Hebt Kopf von Unterlage.

Sitzen: Beginnt, stützt sich dabei mit Armen ab.

Stehen: Mit Unterstützung, trägt fast sein ganzes Gewicht
Feinmotorik: Palmares Greifen (d.h. Gegenst. werden zw. allen Fingern und Handflächen gehalten)
Sprache: imitiert Konversation (Töne Rhythmen).
Soziales: Reagiert auf Spiegelbild (lächeln, plappern); Fremdeln kann beginnen.

 

9 Monate

Sitzen: kann sich aus Bauchlage alleine aufsetzen, sitzt frei.
Stehen: Mit Festhalten, kann sich aber nicht alleine wieder hinsetzen

Krabbeln: Kann Krabbeln

Feinmotorik: Haut Klötzchen aneinander; ißt Kekse allein; Pinzettengriff beginnt
Hören: Geräuschquelle ca. 1 m ober- bzw. unterhalb der Ohrebene kann sofort lokalisiert werden.
Sprache: Plappern, Rufen, um Aufmerksamkeit zu gewinnen
Soziales: Wirft Spielzeug auf Boden; winkt; kennt seinen Namen, versteht "nein"; fremdelt

 

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12 Monate

Krabbeln: Häufig mit gestreckten Knien.
Laufen: Mit Festhalten an einer Hand.

Feinmotorik: Reifer Pinzettengriff; nimmt Gegenstände nicht mehr in den Mund

Sprache: 2 - 3 Worte, versteht mehr
Soziales: Streckt Arm zum Anziehen aus; ißt Fingermahlzeiten selbständig

 

18 Monate

Laufen: Läuft frei; steigt Treppe auf und ab mit Festhalten; springt mit 2 Füßen und klettert
Feinmotorik: Turm aus 2 - 3 Klötzchen; wirft Ball; zieht Handschuhe, Socken aus, öffnet Reißverschluß; ißt gut mit Löffel, trinkt aus Becher; kritzelt spontan, imitiert Linie.

Sprache: Jargon, > 3 verständliche Worte (außer Mama, Papa), 2-Wortsätze. Zeigt auf ein genanntes Körperteil. Gehorcht einfachen Aufforderungen.

Soziales: Imitiert Hausarbeit. Liebt Bücher, blättert 2 - 3 Seiten gleichzeitig.

 

2 Jahre

Laufen: Steigt Treppen, 2 Füße/Stufen. Kann rennen.
Feinmotorik: Turm aus 6 Klötzchen, Zug aus 3 Blöcken.Kopiert horizontale und vertikale Linie mit Stift.

Sprache: Kurze Sätze, benutzt Pronomen (mein, dein, ich, du...). Benennt sich mit Namen.

Soziales: Folgt einfachen Instruktionen. Gelgentlich tagsüber sauber und trocken.

 

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3 Jahre

Laufen: Steigt Treppe mit 1 Fuß/Stufe, herab mit 2 Füßen/Stufe. Springt mit Füßen zusammen auf der Stelle. Kann sekundenlang auf 1 Fuß stehen. Kann Dreirad fahren.
Feinmotorik: Handpräferenz (Rechts- bzw. Links-Händigkeit) ausgeildet, Turm aus 8 Klötzchen, imitiert Brücke aus Klötzchen. Kopiert Kreis, Kreuz. Zieht sich aus und unter Anleitung auch an.

Sprache: Ganze Sätze; kennt sein Geschlecht; benutzt Mehrzahl.

Soziales: Kennt einige Kinderlieder. Evtl. Zählen bis 10. Sauber und trocken bei Tag und gelegentlich auch bei Nacht. Kann unter Aufsicht Hände waschen und trocknen. Beginnt mit anderen Kindern zu spielen.

 

 

5 Jahre

Laufen: Kann 10 Sek. auf einem Bein balancieren und auf einem Bein hüpfen. Läuft entlang Linie in Fersen-Zehen-Gang.
Feinmotorik: Hält Bleistift mit 3 Fingern. Malt Männchen aus 3 - 6 Teilen (ein Paar Gliedmaßen, Augen etc. zählt als 1 Teil). Baut Brücke aus Erinnerung.

Sprache: Spricht fließend; kennt eigenen Vor- und Zunamen, Alter, Adresse.

Soziales: Sauber und trocken Tag und Nacht. KLeidet sich ohne Aufsicht an. Wählt seine Freunde selbst, kann teilen und sich abwechseln.

 

 

 
Dr. med. Bernhard Spahn
 

 

 

 

 

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