Dr. med. Bernhard Spahn hno Friedrichshafen Dr. med. Bernhard Spahn
Dr. med. Bernhard Spahn
Dr. med. Bernhard Spahn
Dr. med. Bernhard Spahn
Dr. med. Bernhard Spahn
Dr. med. Bernhard Spahn
Dr. med. Bernhard Spahn
Dr. med. Bernhard Spahn
Dr. med. Bernhard Spahn
Dr. med. Bernhard Spahn

SPRACHENTWICKLUNGSSTÖRUNGEN
AUDITIVE VERARBEITUNGS- UND WAHRNEHMUNGSSTÖRUNGEN


Zentrale Hörstörungen bei Lese- und Rechtschreibstörungen

Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten

 

 

Angebot der Praxis

 

Altersentsprechende Tests zur Abklärung des Hörvermögens

 

Untersuchungen zur Hörverarbeitung und Hörwahrnehmung

Psychoakustische Tests zur basalen Hörverarbeitung
Hörtests im Störgeräusch

Tests zur Überprüfung zentral auditiver Teilleistungen wie

- Auditive Merkspanne und Kurzzeitgedächtnis

- Auditive Selektion und Summation

- Auditive Aufmerksamkeit und Lokalisation

Messungen zur akustischen Reizaufnahme und -weiterleitung

 

 

Sprachentwicklungsdiagnostik

 

Untersuchung, Ablauf, Zeitplanung

Die Untersuchung in meiner Praxis erfordert ca. 1 Stunde Zeit. Wichtig ist, dass das Kind ausgeruht und fit zu den Tests kommt. Eine Untersuchung morgens ist zu empfehlen. Die Messungen tun nicht weh, sind teilweise spannend zum Mitmachen, benötigen aber aktive Mitarbeit und Konzentration.

 

Sprachentwicklungsstörungen

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen -
Lese-Rechtschreib-Störung

 

Informationen zum Thema

Der Spracherwerb hängt zu einem bedeutenden Teil vom intakten Hören ab: Je gravierender oder langdauernder eine Hörstörung, desto schlechtere Bedingungen für eine normale Sprachentwicklung. Neben Schädigungen des peripheren Hörens können Entwicklungs- oder Reifungsstörungen der zentralen Hörbahn dafür verantwortlich sein (vgl. Diagnostik des Hörens). Die Untersuchung und Behandlung von Sprachentwicklungsstörung und auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung erfordern eine gute Zusammenarbeit von Kinderärzten/innen, Logopäden/innen und HNO-Arzt/Ärztin. Bei zusätzlichen motorischen Defiziten sind Ergotherapeuten/innen, bei Lese Rechtschreib-Störungen auch Schulpsychologe/in und ggf. Jugend-Psychiater/in einbezogen. Ein interessiertes Team aus o. g. Fachgruppen trifft sich im Rahmen eines Qualitätszirkels mehrmals im Jahr zum Wissensaustausch.

 

Sprachentwicklungsverzögerung -störung (SEV)

Bei ca. 10 % der Kinder liegt ein zeitverzögerter oder nicht zeitgemäßer Erwerb der Lautbildung oder der Sprache vor. Häufigste Störung ist die Dyslalie, d. h. die unkorrekte oder fehlende Aussprache eines Lautes. Bestes Beispiel ist dafür das Lispeln. Sind nur Einzellaute betroffen, ist das Störungsbild meist harmlos und gut therapierbar (wenn überhaupt notwendig). Die Dyslalie kann aber Ausmaße annehmen, dass Sprache nicht mehr verständlich wird, sie kann mit grammatika-
lischen Fehlstrukturen verbunden sein und auch mit Defiziten im Wortschatz. Die Ursachen für eine SEV sind vielfältig. Bei geistigen Behinderungen liegen häufig Sprachbildungsstörungen vor. Bei normal intelligenten Kindern können Vererbung („familiäre Sprachschwäche“), mangelndes Sprachvorbild (schlechte Kommunikation in der Familie, Dauerfernsehen) und soziale Isolation Gründe dafür sein. Eine länger bestehende oder nicht erkannte oder nicht behandelte Hörstörung ist sicher mit eine Hauptursache für die SEV.

 

nach oben

Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen, zentral auditive Verarbeitungsstörung (AVWS)

Eine AVWS liegt dann vor, wenn zentrale Prozesse des Hörens gestört sind (Vorbewusste oder bewusste Analyse von Zeit- Frequenz- und Intensitäts-beziehungen akustischer Signale und Prozesse der binauralen Interaktion) (M. Ptok, Hannover). Vereinfacht ausgedrückt, wird normal gehört aber irgendwie unvollständig oder falsch verstanden. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen AVWS und SEV. Die AVWS umfasst verschiedene Störungen im Verarbeitungsprozess des Gehörten: Neben den Teilleistungsstörungen wie Speicherstörung (verkürzte auditive Merkspanne), Lokalisationsstörung (Richtungshören beeinträchtigt) u. a. kann auch die Aufmerksamkeit (kurz- oder langfristige) beeinträchtigt sein. Zusammenhänge der AVWS mit der Aufmerksamkeitsstörung und dem Hyperaktivitäts-Syndrom („Zappelphillip“) sind sehr wahrscheinlich.

 

Lese-Rechtschreibschwäche (LRS),
Lese-Rechtschreibstörung („Legasthenie“)

Die Diagnose stellt der Schulpsychologe/in (LRS) bzw. der Jugendpsychiater/in (Legasthenie). Auffällig im Unterricht werden die Kinder oft erst in der 3. Klasse. Im Vergleich häufiger sind Kinder mit SEV oder AVWS betroffen, so dass ein ursächlicher Zusammenhang zu diskutieren ist. Fallen dem Lehrer/der Lehrerin bei einem Schüler Zeichen der LRS auf, sollte eine Abklärung beim Schulpsychologen und Augenarzt
und HNO-Arzt und ggf. Kinderarzt erfolgen.

 

Bei Feststellung einer LRS/Legasthenie sind besondere innerschulische, tw. ausserschulische Fördermaßnahmen notwendig, um Rückschläge und Frustrationen auf dem weiteren Schulweg zu vermeiden.

 

Die Abklärung von Hörkraft („peripherem Hören“) und von Hörschärfe („zentralem Hören“) ist bei

- Sprachentwicklungsverzögerung/-störung

- Auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung

- Aufmerksamkeitsstörung

- Lese-Rechtschreibschwäche, Legasthenie

dringend erforderlich, um ggf. auch ursächlich behandeln zu können.

 

nach oben

Sprachentwicklung

 

Angebot der Praxis

 

Abklärung der Hörstärke und der Hörschärfe
Untersuchung der Artikulationsorgane

Sprachentwicklungsdiagnostik, ggf. in Zusammenarbeit mit Logopädin/den

 

 

 

Untersuchung, Ablauf, Zeitplanung

Die Abklärung des Hörvermögens ist unter Diagnostik des Hörens beschrieben.

Die Untersuchung der Artikulationsorgane umfasst die Funktionsdiagnostik der orofazialen Muskulatur, der Zungenbeweglichkeit, der Gaumensegelbeweglichkeit und des oropharyngealen und nasalen Resonanzraumes. Je nach Notwendigkeit

wird auch ein Kehlkopfbefund mit Endoskop oder flexibler Optik erhoben.

 

Besondere Verhaltensregeln vor oder nach der Untersuchung sind nicht zu beachten, außer bei der evtl. notwendigen Hördiagnostik (siehe da).

 

Informationen zum Thema

Die Sprach- und Sprechentwicklung ist ein kompliziertes Zusammenspiel von motorischer und geistiger Entwicklung (Reifung des Gehirns und der Sinnesorgane) einerseits und positiven Einflüssen der sozialen Umgebung des Kindes. Grob wird in ein präverbales Stadium (0 – 12 Monate) und ein verbales Stadium (12 – 48 Monate) unterschieden, die Komplexität der Sprache wird weit darüber hinaus noch aufgebaut.

 

Entsprechend dem Alter des Kindes sollen gewisse Standards im Sprachverständnis und in der aktiven Sprache vorhanden sein, diese können dann abgefragt oder untersucht werden.

 

Eine eingehende Untersuchung geschieht in der Regel in Zusammenarbeit mit der Logopädin/den und mit dem betreuendem Kinderarzt/ärztin, erst dann kann über das Vorliegen von behandlungspflichtigen Störungen entschieden werden. In der Sprachentwicklung der ersten Lebensjahre gibt es „Grauzonen zwischen Normal und Nichtnormal“, so dass beobachtendes Verhalten ohne sofortige Behandlung der beste therapeutische Weg sein kann.

 

Im folgendem ist die Tabelle der motorischen, sprachlichen und sozialen Entwicklung nach Felten 1993, entnommen dem Lehrbuch Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen von Gerhard Böhme, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, 2003, dargestellt.

 

Ich danke Herrn Prof. Böhme, München, für die freundliche

Erlaubnis zum Abdruck.

 

 

Zeitlicher Ablauf der Sprachentwicklung

Tab. 3.2 Motorische, sprachliche und soziale Entwicklung

 

 

Links

www.ifp-bayern.de

 

Literatur

G. Böhme, Sprach-,Sprech-,Stimm- und Schluckstörungen, Gustav Fischer-Verlag

Ch. Dickmann e. a., logopädische Diagnostik von Sprachentwiclungsstörungen, Thieme-Verlag

 

nach oben

 

 

 
Dr. med. Bernhard Spahn
 

 

 

 

 

spacer