Dr. med. Bernhard Spahn hno Friedrichshafen Dr. med. Bernhard Spahn
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SCHNARCHEN (RHONCHOLOGIE), SCHLAFBEZOGENE
ATEM-STÖRUNGEN, OSAS (OBSTRUKTIVES SCHLAF-APNOE-SYDROM)

 

 

Angebot der Praxis

 

Schnarchuntersuchung mittels flexibler Optik
Untersuchung der Nasenatmung, Rhinomanometrie
Respiratorische Polygrafie (nächtliche Messung zuhause, genauere Beschreibung s. u.)
Polygraphische CPAP-Kontrollen nach Anpassung

Operative Nasenmuschelverkleinerung zur Nasenatmungsverbesserung
Anpassen von  sogenannten Schnarchschienen (Progenierungsschienen)

 

mehr Informationen siehe unter folgenden Links

 

Die Diagnostik und Therapie des Schnarchens und der damit verbundenen Beschwerden und Risiken sind inzwischen  zur eigenen Wissenschaft geworden. Man muss zwischen verschiedenen Arten von Schnarchen unterscheiden:

1. Dem harmlosen, jedoch für die Umwelt belastenden Schnarchen

(Nasenschnarcher und / oder Gaumensegelschnarcher), welches Lautstärken

bis zu 90 dB(A) erreichen kann.

2. Dem Schnarchen mit Atempausen, genannt auch (obstruktives)

Schlaf-Apnoe-Syndrom.

 

Schnarchen ist damit nicht nur ein soziales Problem, sondern durch den Zusammenhang mit dem obstruktiven
(d.h. Einengung der Atemwege) Schlaf-Apnoe-Syndrom eine Gesundheitsstörung, die zur Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann.

 

 

 

Einengung des Rachens durch übergroße Mandeln

HNO

Einengung des Rachens durch übergroße Mandeln

HNO

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19% der Bevölkerung schnarchen regelmäßig und zwar 24% der Männer und 14% der Frauen. Die Häufigkeit des Schnarchens nimmt mit dem Alter zu.
In der Altersklasse 60-65 Jahren findet sich das Schnarchen am häufigsten. In Deutschland gibt es mehr als 20 Mio. Menschen , die schnarchen. 200 000 leiden an lebensbedrohlicher Schlaf-Apnoe (Schlafen mit Schnarchen + langdauernden Atempausen), Männer 3x häufiger als Frauen.

 

Ambulante Schnarchdiagnostik (Respiratorische Polygraphie)

HNO

Ambulante Schnarchdiagnostik (Respiratorische Polygraphie)

HNO

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Das Schnarchen korreliert außerdem mit dem Gewicht. 16% der Normalgewichtigen schnarchen, aber 45% der fettleibigen Menschen. Es besteht damit sowohl in Bezug auf das Alter als auch auf das Gewicht ein Zusammenhang mit dem Schnarchen.

 

Das Risiko für einen Schnarcher mit nächtlichen Atempausen,  eine ischämische Herzerkrankung zu entwickeln, d. h. z. B. einem Herzinfarkt zu erliegen, ist signifikant höher als bei einem Nichtschnarcher (und zwar um das Doppelte).
Das Risiko für einen Menschen mit Schlafapnoesyndrom an Bluthochdruck zu erkranken ist auch doppelt so hoch als für einen Nichtschnarcher.

 

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Wie entsteht Schnarchen:

 

Im wachen Zustand ziehen sich die Muskeln so stark und ausreichend  im Zungen-Mundbodenbereich zusammen, dass das Atemrohr offen gehalten wird.


Im Schlaf reduziert sich der Muskeltonus, d. h. der Bereich der oberen Atemwege, der nicht vom stabilen Gerüst wie Kehlkopf und Luftröhre offen gehalten wird , sondern durch Muskelzug gesichert wird, kann während der Einatmung zusammen fallen (Kollaps der oberen Luftwege). Der Rachen wird durch den Unterdruck ringförmig eingeengt, Kehldeckel und Zungengrund wandern nach hinten und verkleinern die Öffnung. Es entsteht ein Schnarchgeräusch.


 

 

Messung Nasenatmung

HNO

Messung Nasenatmung

HNO

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Verlegungen der Atemwege führen über stärkere Druckschwankungen im Brustbereich zu höherer Belastung für Herz- und Kreislaufsystem und durch Sauerstoffuntersättigung zu Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche. Verstärkt wird Schnarchen durch Schlafmittel und Alkohol.

 

In der Regel bemerken die Lebenspartner als erstes die Problematik des Schnarchen in Kombination mit Atempausen.

 

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Diagnostik

Neben der Untersuchung der Luftwege von Nase bis zum Kehlkopf, ggf. mit Messung des Atemwegswiderstandes der Nase (Rhinomanometrie) ist die nächtliche Messung des Schnarchens und der Sauerstoffversorgung wichtig.


Diese respiratorische Polygrafie erfolgt mit einem Gerät, das ähnlich wie ein Langzeit-EKG, abends angelegt wird und über Nacht  daheim („im eigenem Bett“) folgende Parameter misst:

- Lage des Körpers (Seit- oder Rückenlage)
- Schnarchgeräusche
- Herzfrequenz
- Atemexkursion des Brust und des Bauches
- Sauerstoffsättigung
- Atemwegswiderstand („Flattening“)

 

Das Messgerät arbeitet lautlos, ist so groß wie ein Handy. Die Messung zuhause spiegelt die normale Schlafumgebung wider, kommt damit der täglichen Realität des Schlafes am nächsten.

 

Bei auffälligem Befund mit Atempausen und Sauerstoffabfall während der Atempausen (Schlafapnoe) erfolgt die weitere Abklärung im Schlaflabor . Hier kooperieren wir mit verschiedenen Schlaflaboren.  

 

Nach Anpassung durch ein CPAP/BIPAP/APAP-Gerät  erfolgt die anschließende Kontrolle  polygraphisch erneut durch uns.

 

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Therapie

Gewichtsabnahme ist allen therapeutischen Maßnahmen vorangestellt.  Diese bestehen u. a. in einer verbesserten Schlafhygiene, um einen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus zu erzielen. Auf Alkohol und Schlafmittel vor dem Schlafengehen sollte verzichtet werden. Das Kopfende des Bettes kann angehoben werden; es kann versucht werden auf die Seite zu liegen; ein weiches Kopfkissen sollte vermieden werden, um das Einsinken des Kopfes zu verhindern. Es wird empfohlen, im kühlen (16 bis 18 Grad), gut gelüfteten Raum, auf relativ harter Matratze und nur einem Kissen zu schlafen. Das Rauchen sollte minimiert werden.

 

Operative Korrekturen von Strukturen, die die oberen Atemwege verlegen, wie eine Nasenscheidewandverbiegung, Nasenflügelverengungen, vergrößerte Nasenmuscheln, vergrößerte Tonsillen (Gaumenmandeln), bei Kindern die vergrößerte Rachenmandel (im Volksmund „Polypen“ genannt), können erwogen werden.
Therapeutisch besteht die Möglichkeit , das Schnarchen zu verbessern, in dem über Nacht der Unterkiefer nach vorne verlagert wird, durch Anpassen einer speziellen Schiene (Progenierungsschiene) über den Zahnarzt (alternativ auch konfektionierbare Schiene zum Selbstanpassen, z.B. Somnogard.)

 

Eine wenig eingreifende  schmerzarme operative Maßnahme stellt die Radiofrequenztherapie am weichen Gaumen und ggf. den Nasenschwellkörpern dar. 

 

Gaumensegelplastik mit Radiofrequenzchirurgie:  Zur Therapie des primären Schnarchens steht mit der temperaturkontrollierten Radiofrequenztherapie des weichen Gaumens eine minimal invasive Methode zur Verfügung. Hierbei wird  unter der Schleimhaut mit Hilfe niederfrequenter Radiowellen eine thermische Destruktion des Gewebes erzeugt, wobei die Schleimhaut weitgehend intakt bleibt. Die postoperativ eintretende  Vernarbung führt zu einer Straffung des Gaumensegels, Patienten mit schlaffem oder auch verdicktem Weichgaumen und „Webbing“ sind hierfür besonders geeignet. Die Erfolgschancen werden in mehreren Studien mit ca. 80% angegeben .Bei der neuartigen Behandlungsmethode, die in den USA entwickelt wurde, wird mit sanften niederfrequenten Radiowellen innerhalb von Minuten genau das überschüssige Gewebe („webbing“) im Gaumen abgetragen, das für das Schnarchen  verantwortlich ist. Weil die Wunde im selben Moment von dem „unsichtbaren Messer“  wieder verschweißt wird, fließt kaum Blut. Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung o. Narkose durchgeführt werden.


Im Gegensatz zur Therapie mit Laser (LAUP=laser assoziierte Uvulopatatoplastik) treten keine schmerzhaften Schwellungen auf, weil das Gewebe schonend geschnitten und nicht –wie beim Laser- bewusst verkohlt wird.

Ähnlich wie die Radiofrequenzchirurgie am Gaumensegel funktioniert die Verkleinerung zu großer  Nasenschwellkörper bei nächtlicher Nasenatmungsbehinderung. Auch diese minimal invasive operative Therapie ist ambulant möglich, in der Regel in örtlicher Betäubung.

 

Bei einem Schlafapnoesyndrom kann mittels Radiofrequenzchirurgie praktisch nicht geholfen werden. Es profitieren aber bestimmte Patienten im Sinne einer Unterstützung für die notwendige Beatmungstherapie über z.B.  CPAP / BIPAP. Geeignet für die neue Technik sind vor allem so genannte primäre Schnarcher (Velumschnarcher – Gaumensegelschnarcher) deren Gaumensegel zu dick oder zu lang ist – was bei 90 % der 20 Millionen deutschen Schnarcher der Fall ist.

 

Eingreiferende operative Maßnahmen  (neben anderen) sind die Operation mit Teilverkleinerung des Gaumens und die Entfernung der Gaumenmandeln. Auch gewebereduzierende Eingriffe am Zungengrund und Verlagerungen des Zungenbeins sind in spezialisierten Kliniken möglich –aber nur bei wenigen Patienten sinnvoll, da risikoreich. Ähnliches gilt für die operative Verlagerung des Ober- oder Unterkiefers.
Eine neue Methode ist die Elektrostimulation des Zungennerven während der Nacht (Neurostimulation des Nervus hypoglossus) – ein elegantes Verfahren, aber noch in der Erprobungsphase (z. B. in der HNO-Klinik Mannheim oder in der HNO-Klinik der TU München).

 

Die Therapie des Schlafapnoesyndroms ist meist apparativ: ein Kompressionsgerät erhöht den Druck der Umgebungsluft, diese Druckluft wird über einen Schlauch und eine Atemmaske (auf Nase und oder Mund) dem Patienten  zugeführt. Der erhöhte Druck  verhindert den Kollaps der oberen Luftwege und somit das Schnarchen mit Sauerstoffabfall während der Atempausen. Angepasst und eingestellt werden diese cPap-Geräte (continous positive airway  pressure) im Schlaflabor, dafür sind 1 – 2 Nächte Aufenthalt notwendig.


Bei konsequenter Gerätenutzung bessern sich Tagesmüdigkeit und andere Folgen der Schlafapnoe rasch.

 

Einmal pro Jahr ist die Kontrolle der Geräteeffektivität mit der respiratorischen Polygrafie (zuhause, s. o.) notwendig.     

 

 

 

Hinweis Literatur: „Schnarchen, die Säge an der Liebe...“ von Dr. med. Derek S. Lipman, ISBN 3-7205-1651-2

http://www.sutter-med.de/
http://www.nar.uni-heidelberg.de/service/int_maurer.html

 

 

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Dr. med. Bernhard Spahn
 

 

 

 

 

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