Dr. med. Bernhard Spahn hno Friedrichshafen Dr. med. Bernhard Spahn
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ALLERGOLOGIE

 

Angebot der Praxis

Grundlagen der Diagnostik sind das allergiebezogene Gespräch, die Untersuchung der betroffenen Organe (im HNO-Bereich v. a. Nase, Nebenhöhlen, Kehlkopf, Bronchien) und die Allergietests.

Pricktest auf der Haut des Unterarmes, bei Kindern ggf. am Rücken
Intracutantest auf spezielle Ganzjahresallergene (z. B. Milben)
Messung der Nasenatmung mit dem Rhinomanometer, evtl. vor und nach Allergieprovokation
Blutuntersuchung auf allergenspezifische Antikörper
Die Diagnostik mit rekombinanten Allergenen  
Die Therapie umfasst die moderne symptomatische Behandlung mit Medikamenten, ggf. die Veranlassung einer Akupunktur, die sublinguale oder subcutane Hyposensibilisierungsbehandlung, selten operative Methoden

 

 

Die Diagnostik von Nahrungsmittelallergien oder -intoleranzen erfolgt über Haut- und Bluttests, ggf. sind stationäre Provokationstests erforderlich.

 

Untersuchung, Ablauf, Zeitplanung

Die allergiespezifische Untersuchung mit Hauttest hat nur dann Sinn, wenn antiallergische Medikamente (außer Nasensprays oder Augentropfen) mindestens 2 Tage vorher abgesetzt werden. Ggf. Rücksprache mit meinen Mitarbeitern bei der Terminplanung. Der Pricktest auf der Haut dauert ca. 40 Minuten bis zum Vorliegen des Ergebnisses.

 

 

Pricktest

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Hördiagnostik

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Informationen zum Thema

Allergien sind keine Schwäche des Immunsystems, sondern eine Überreaktion desselben. Das bedeutet, der Körper setzt sich mit harmlosen Eiweißkörpern (Pollen, Hautproteine) ähnlich wie mit einem Krankheitserreger auseinander. Das Immunsystem bei einem Allergiker zu stärken, z: B. mit Eigenblutbehandlungen etc., hat von der Krankheitsursache her gesehen wenig Effekt; sondern das Ziel der Behandlung ist,  die Reaktionsweise des Immunsystems wieder in „normale“ Bahnen zu lenken.

 

 

Pricktest

HNO

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Eine Allergie ist nach derzeitigem medizinischen Wissen nicht heilbar, aber gut behandelbar. Vor allem die Ausbreitung der Allergie von Reaktionsorgan zu Reaktionsorgan (sog. Etagenwechsel) lässt sich gut durch eine spezifische Immuntherapie (=Hyposensibilisierung) verhindern.

 

Ca. 40% - 50% der Heuschnupfen-Geplagten entwickeln im Lauf des Lebens Asthma. Jeder Allergiker hat Anspruch auf eine Therapie nach neuestem wissenschaftlichen Standard (zit. Prof. Zuberbier, Allergie-Centrum Charité)

 

Ursachen der Allergie

Einzig sichere Ursache für eine Allergie ist die Vererbung. Wenn beide Eltern Allergiker sind, haben die Kinder ein Risiko von ca. 60%, selbst eine Allergie zu bekommen. Weiterer Grund für Allergien dürfte das immer vielfältigere Nahrungsangebot mit immer mehr potentiellen Allergenen und allergieauslösenden Zusatzstoffen sein.

 

Auch der „westliche“ Lebensstil mit Hygiene, weniger Infekten, keine Parasitenbelastung etc. kann das Immunsystem auf Fehlreaktionen hinführen. Vielleicht verändern auch Umweltschadstoffe (Schwefeldioxid) die möglichen Allergene so, dass sie zum Angriffspunkt des Immunsystems werden.

 

Hund, seltenes Allergen

HNO

Hund, seltenes Allergen

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Katze, häufiges Allergen

HNO

Katze, häufiges Allergen

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Arten der Allergie

Die bekannteste Manifestation einer Allergie ist der Heuschnupfen. Zudem kann sich eine Allergie an der Haut (allerg. Ekzem, Erythem), an den Augen (Konjunktivitis) oder in den Atemwegen (Bronchitis, Asthma) abspielen. Mischformen sind häufig.

 

Besonders eindrucksvoll und bedrohlich sind allergische Reaktionen dann, wenn eine heftige Reizantwort des Körpers erfolgt: bekannt sind Herz-Kreislaufreaktionen auf Insektenstiche (v. a. Biene, Wespe), Lippen- und Zungenschwellungen auf Nahrungsmittel oder Stiche, heftiger Durchfall mit Kreislaufbeschwerden auf Nahrungsmittel. Auch Reaktionen der Haut auf Kosmetika etc. können schwerwiegend verlaufen.

 

Blühende Hasel (Frühblüher)

HNO

Blühende Hasel (Frühblüher)

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Nicht jede übersteigerte Reaktion des Körpers ist eine Allergie; die Allergologen unterscheiden Unverträglichkeitsreaktionen, Pseudoallergien, Idiosyncrasien u. a. von der eigentlichen Allergie. Das macht die Sache leider nicht leichter, hat aber stringente Auswirkungen auf die Behandlung.

 

Ähnliche Auswirkung wie eine Nahrungsmittelalergie hat auch die Histaminintoleranz, die durch ein Ungleichgewicht zwischen auffallendem Histamin (z.B. aus Nahrungsmitteln, Medikamenten) und Histaminabbau entsteht.

 

Die Allergien im Laufe des Lebens

Die früheste Manifestation der Allergie dürften evtl. der Milchschorf im Säugingsalter sein, ggf. Nasenatmungsbehinderungen. Auslöser sind fast immer Nahrungsmittel. Im Kleinkindalter spielen zunehmend Aeroallergene wie Pollen oder „in-door“-Allergene wie Milben eine Rolle. Typischer Heuschnupfen oder auch das allergische Asthma treten ab Kindergarten-, Schulalter auf. Einige vermutlich allergiebedingte Hautreaktionen wie die Neurodermitis können sich spontan zum Schulalter bessern, die Spontanheilung ist hier nicht gering (was auch viele „Therapieerfolge“ erklärt.)

 

Bei Schwangerschaft kann sich eine Allergie aufgrund der hormonellen Umstellung erstmals entfalten, aber auch bessern oder weitgehend verschwinden.

 

Am wahrscheinlichsten sind stetig zunehmende Beschwerden in den ersten Lebensjahrzehnten, Allergien neigen hinsichtlich Allergenspektrum und Ausprägungsgrad zur kontinuierlichen Zunahme (Etagenwechsel von Nase/Auge zu den Bronchien, somit Entwicklung eines Asthma).

 

 

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Therapie der Allergie

Aus dem Verlauf der allergischen Erkrankung mit Akut- und Spätschäden leitet sich eine klare Behandlungsindikation ab. Die beste Allergie-Prophylaxe ist Stillen des Säuglings, möglichst über vier bis sechs Monate. Vermeidung von Zigarettenrauch in der Wohnung ist ebenfalls wichtig. Auch medikamentöse Therapiestrategien werden verfolgt: z. B. bestimmte Probiotika oder Nahrungsergänzungsmittel.

Auch die hypoallergene Säuglingsernährung scheint bei Risikokindern (hoher IgE-Spiegel im Nabelschnurblut)  Erfolge zu bringen.

Generell gilt, die beste Therapie einer Allergie ist die Vermeidung des Allergens.

 

Therapie von Heuschnupfen und allergischer Bindehautentzündung:

Eine gute symptomatische Therapie mit Antihistaminika oder lokal wirkenden Antiallergika hat einen bremsenden Effekt auf die weitere Krankheitsentwicklung. Je besser und früher eine Allergie behandelt wird, desto weniger Heftigkeit und Ausbreitungstendenz ist zu erwarten. Die heutzutage verwendeten Medikamente sind weitgehend nebenwirkungsfrei, können also von erfahrener Hand mit gutem Gewissen verordnet werden.

Der Einsatz von Kortison als Tabletten oder Injektionen ist nur noch in wenigen Einzelfällen notwendig. Hingegen haben lokal eingesetzte synthetische Kortisonderivate (Nasenspray) einen hohen Stellenwert in der Behandlung erlangt, da sie vom Körper nur noch in Spuren aufgenommen werden und bei guter Wirkung somit keine Nebenwirkungen mehr entfalten.

Alternativ kann eine Akupunktur-Behandlung die Symptome deutlich bessern, nach meinen Erfahrungen aber auch nur in dem Zeitraum der laufenden Therapie.

Neuerung in der Allergietherapie bringen die sogenannten Biologicals, also biotechnisch hergestellte Antikörper, die den Signalweg der allergischen Reaktion gezielt blockieren – in den nächsten Jahren erwarten wir dadurch eine deutliche Aufstockung unseres Behandlungsequipements

 

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Therapie von Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien:

Ein schwieriges Unterfangen, da viele Kofaktoren diese Erkrankungen mitbeeinflussen können. Frustrierend ist oft schon die Suche nach den auslösenden Allergenen und Umständen.

 

Eine Zusammenarbeit mit Kinderarzt, Dermatologe und ggf. Klinik ist meist notwendig. Die angebotenen Behandlungen sind vielfältig und individuell zu planen. Aufgrund der oft nicht optimalen „schulmedizinischen“ Therapie werden hierbei Homöopathen, Antroposophen und andere Komplementärheiler bemüht.

 

Bei Nahrungsmittelallergien (und -intoleranzen), die teilweise als sog. Kreuzreaktionen zu Inhalationsallergien auftraten, ist meist die Meidung des auslösenden Allergens die einzig ursächliche Behandlung. Die Inhaltskennzeichnung von Lebensmitteln ist ein wichtiger Baustein dieser Therapie ("ECARF"-Siegel).

 

Therapie des Asthma:

Nicht jedes Asthma ist allergisch bedingt, einige Asthmaformen haben neben der Allergie weitere Ursachen. Asthma ist eine Erkrankung der Bronchien, über die Jahre hinweg wird durch die allergisch-entzündliche Reaktion Bronchialgewebe zerstört. Somit sind allergisches Asthma oder als Frühform allergische Bronchitis konsequent zu behandeln, um irreversible Spätschäden zu vermeiden.

 

Die Behandlung steht auf 2 Füßen: der Schulung im Umgang mit Asthma und
der konsequenten medikamentösen Therapie, meist in Form von Inhalationsmitteln (Dosieraerosole, Diskushaler etc.). Inhalierbare bronchialerweiternde Substanzen („Releaser“) können mit antientzündlichen Substanzen (meist Kortisonderivate, s.o.) oder Medikamenten zur Antikörperblockierung kombiniert werden.
Die antiasthmatische Therapie richtet sich nach einem Stufenschema der deutschen Atemwegsliga. Beim Asthma ist eine gute Zusammenarbeit der Fachdisziplinen Kinderheilkunde, Lungenheilkunde, Allergologie und HNO-Heilkunde wichtig.

 

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Hyposensibilisierung, Desensibilisierung, spezifische Immuntherapie (SIT)

Mit diesen Begriffen wird die derzeit einzige ursächliche Therapie der Allergie beschrieben: die Behandlungsoption, mit steigenden Allergendosen die Fehlreaktion des Immunsystems zur normalen Toleranzlage hin zu verändern. Das heißt, das allergieauslösende Allergen wird in steigender Menge unter die Haut des Oberarmes injiziert und der Körper lernt, das Allergen zu tolerieren. Am besten bekannt ist diese Therapie bei Bienen- oder Wespengiftallergikern. Die Erfolgsrate der Behandlung erreicht hier knapp 100%.

 

Erfolgversprechend ist die Hyposensibilisierung auch bei Gräser-, Getreide-
und Baumpollenallergie, bei Milbenallergie und wohl auch bei Katzenallergie.
Die Hyposensibilisierungs-Therapie dauert 3 – 5 Jahre, ca. 10 – 15 Injektionen
im Jahr sind notwendig. Möglich ist die Injektionsbehandlung ab einem Alter
von ca. 6 Jahren, die gespritzte Menge variiert zwischen 0,5 und 1 ml (ist also
sehr gering).

 

Für Kinder ab 3 Jahren steht die sublinguale Form der Immuntherapie (SLIT = spezifische sublinguale Immuntherapie) zur Verfügung, dabei werden eine definierte Anzahl von Tropfen des Therapieallergens unter die Zunge appliziert. Die Erfolgsaussichten sind nach derzeitiger Datenlage nicht so gut wie die der injizierbaren Behandlung.
Für die Therapie der Gräserpollenallergie haben sich Tabletten etabliert, die, unter die Zunge gelegt, das Allergen freisetzen und nach Studienlage sehr effektiv sind.  
Hauptziele der Hyposensibilisierung sind neben der Symptomreduktion die Verhinderung des Etagenwechsels, also die Ausbreitung der Allergie von Nase/Auge zu den Bronchien (Asthma allergicum).
Die spezifische Immuntherapie wird von den Krankenkassen bezahlt, soll aber nur von allergologisch erfahrenen Ärzten durchgeführt werden.

 

Sollten o.g. Maßnahmen erfolglos sein, nicht gewünscht oder nicht vertragen werden, kann alternativ die Akupunktur oder Elektroakupunktur nach Dr. D. Covic ("Konstanzer Elektroakupunktur") durchgeführt werden.

 

Pollen-App

Für alle I-phone- oder Smartphone-Nutzer gibt’s die „Pollenapp“ – eine Art Tagebuch über die Allergiebeschwerden, das mit dem Pollencounter der TU München vernetzt ist und (als einziger Dienst in Deutschland) die aktuelle Pollenbelastung widerspiegelt. Zu finden bei:   http://www.zaum-online.de/

 

 

Links

www.daab.de

www.aak.de

www.pollen.de

www.aeda.de

www.dgaki.de

 

 

 

Nadelwald, blüht alle 7 Jahre

HNO

Nadelwald, blüht alle 7 Jahre

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Buchempfehlung

Bebilderte Geschichte der Allergologie von Karl-Christian Bergmann (e.a.),
Dustri-Verlag, 2004, ISBN 3-87185-3410

 

 

 
Dr. med. Bernhard Spahn
 

 

 

 

 

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